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Ich kann, weil ich will, was ich muss

Yoga
|
Posted by
Dr. med. Alina Hübecker
|
September 2, 2018
Jan 16, 2019

„Ich muss!“

Diese Formulierung schwirrt mir überaus häufig in meinem Kopf herum. Ich muss aufräumen, ich muss mehr Sport machen, ich muss gesünder essen. Und was passiert von den Dingen? Meist relativ wenig. Du fühlst dich schuldig und versuchst mit jedem neuen Wochenstart, deine guten Vorsätze umzusetzen.

"Ich kann, weil ich will, was ich muss" - Immanuel Kant

Doch was passiert in deinem Körper, wenn du dir vornimmst etwas zu machen, weil du es MUSST? Physiologisch bringst du deinen Körper und deinen Geist in eine Stress-Situation. Es wird Kortisol ausgeschüttet und deine Herzfrequenz steigt an. Deine Alarmbereitschaft ist erhöht und du verbrauchst unglaublich viel deiner Energie schon nur mit dem Gedanken etwas tun zu müssen. Deswegen fühlst du dich oft müde und machst dann oft gar nichts deiner vorher gesteckten Ziele.

Erinnere dich einmal an eine Situation zurück, in der du dir immer wieder gesagt hast: „Ich muss“. Vielleicht bist du auch genau jetzt in dieser Situation. Vielleicht willst du abnehmen, dich selbstständig machen oder einfach ein bisschen strukturierter sein. Und hier kommen wir auch schon zum Punkt: willst du das alles wirklich? Ist es wirklich DEIN Wunsch abzunehmen? Und wenn ja warum? Oder ist es vielmehr eine äußere (extrinsische) Motivation, die dir den Wunsch vermittelt?

Diese Fragen kannst du dir ohne Probleme in jeder Situation stellen, in der du den Satz: „Ich muss…“ verwendest.

Muss ich wirklich?

Denn was passiert, wenn du dein „Ich muss“ mal hinterfragst? Vermutlich benutzt auch du diese Formulierung mehrmals pro Tag. Beim nächsten Mal solltest du vielleicht einmal Inne halten und dich fragen: „Muss ich wirklich?“. Es gibt viele Dinge, die natürlich erledigt werden müssen. Wie z.B. Wäsche waschen oder einkaufen. Aber ist es wirklich ein Muss, jeden Tag drei Stunden früher aufzustehen, um noch ins Fitness Studio zu fahren oder sich mit zehn verschiedenen Beauty-Artikeln zu bepinseln?

Wenn du dich dadurch wohler, gesünder und leistungsstärker fühlst – dann definitiv. Wenn es aber ein Muss ist aufgrund extrinsischer Motivation – wie z.B. dass alle deine Freunde es auch tun, oder du genauso schön aussehen willst, wie den Menschen, denen du auf Instagram folgst – dann definitiv nicht. Denn dann fehlt deine intrinsische Motivation. Du kannst nicht, weil du nicht willst, was du musst.

Stärke deine Motivation durch deine mentale Einstellung

Die Frage ist also immer: „Warum muss ich?“

Und die Antwort, sollte im besten Falle etwas damit zu tun haben, weil DU willst; nicht weil andere wollen oder andere es machen. Du bist einzigartig in deiner Art und in deinem Wesen, genauso wie in deinem Körper. Wenn du etwas machst, weil du es willst, ist die physiologische Reaktion anders. Du schüttest kein Cortisol aus, sondern Glückshormone wie z.B. Noradrenalin. Noradrenalin wird besonders in körperlichen und geistigen Stresssituationen ausgeschüttet und führt zu mehr Motivation und geistiger Leistungsbereitschaft. Deine mentale Einstellung zu deinen Zielen kann also darüber entscheiden, ob du leistungsstark und –bereit bist oder nicht. Und so wird nicht nur deine mentale Einstellung, sondern auch allein der Satz: „Ich will“ vs. „Ich muss“ den Unterschied bringen, ob du erfolgreich dein Ziel erreichen wirst oder nicht.

Bleibe in Balance

Natürlich gibt es aber immer Dinge, die wir machen müssen. Und es wird immer Dinge geben, die dich stressen werden. Wichtig ist hierbei in Balance zu bleiben. Ich habe mir während meiner Yogalehrerausbildung in Indien oft Gedanken darüber gemacht, womit ich nach meiner Rückkehr meine Zeit verbringen möchte. Als Ärztin ist meine Zeit begrenzt. Wieso hat ein Tag noch mal nur 24h? Aber genau diese Begrenzung macht jeden Tag, ja jede Stunde besonders. Ich habe mir deshalb einmal notiert, was mich im Leben wirklich glücklich macht. Welche Menschen und welche Aktivitäten. Ganz oben steht natürlich meine Familie, aber auch jahrelange Freunde, die ich immer wieder vernachlässigen musste reihten sich in diese Liste ein. Ich habe gemerkt, wer und was mir im Leben wirklich wichtig ist und was mich glücklich macht. Und das ist wirklich wichtig. Oft verbringen wir einfach zu viel Zeit mit Dingen, die wir aus Kompromissbereitschaft machen. Dadurch verschwenden wir unglaublich viel Energie, die uns fehlt um Glücksmomente zu erleben, aber auch einfach uns selbst fehlt. Wenn Energie fehlt, sind wir weder stressresistent, noch glücklich, noch im Gleichgewicht und deshalb einfach nicht leistungsstark für all das, was wir eigentlich erreichen wollen.

Vielleicht möchtest du den Start in die neue Woche nutzen, um dir eine Liste zu erstellen mit all den schönen Sachen, die dir Glücksmomente bescheren. Sei es die Kuscheleinheietn mit einem geliebten Menschen, ein ordentliches Sport-Workout oder vielleicht einfach ein bisschen Zeit für dich. Und wenn du magst, kannst du versuchen genau diese Dinge vermehrt zu machen und zu schätzen um auf Dauer in Balance zu bleiben. Nur dadurch kannst du auch die stressigen Seiten deines Lebens erfolgreich meistern.

• Hab einen wundervollen Start in die neue Woche, mit all den Dingen, die dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern •
• Namasté •
Alina ♥

Dr. med. Alina Hübecker
The Medical Yogi

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