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Pitta-Zeit: Zwei Formen der Verdauung

Ayurveda
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Posted by
Dr. med. Alina Hübecker
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August 2, 2019
Jul 31, 2019

So wie in unserem Inneren die 5 Elemente der Natur vertreten sind, arbeiten diese Elemente auch im Außen. Die Funktionsprinzipien, die Doshas, lassen sich in unserem täglichen 24-Stunden-Rhythmus jeweils zwei Phasen zuordnen. Diese Phasen dauern immer circa 4 Stunden an.

In der Zeit von 10 - 14 Uhr mittags und von 22 - 02 Uhr nachts übernimmt Pitta die Führung. Das bedeutet, dass Pitta zu dieser Zeit in der Natur besonders stark ausgeprägt ist und auch in unserem Körper eine dominantere Rolle einnimmt.

Das Stoffwechselprinzip

Pitta beinhaltet die Elemente Feuer und Wasser und ist für alles zuständig, was verstoffwechselt oder umgesetzt werden muss. Sein Hauptsitz im Körper liegt im Dünndarm, wo auch physiologisch die größte Verwertung der Nahrung stattfindet. Hier findet beispielsweise die wichtige Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen ins Blut statt. Menschen mit chronischen Darmerkrankungen können deswegen starke Probleme bei der Nährstoffaufnahme haben und dadurch unter einem Vitaminmangel leiden. Auch eine Pitta-Störung kann eine Ursache für eine verminderte Aufnahme verantwortlich sein.

Zeit zur Verdauung

In der Mittagszeit ist unser Pitta besonders hoch und unser Körper in Bestform zur Verstoffwechselung unserer Nahrung. Unser inneres Feuer brennt und möchte gestillt werden. Du solltest in der Mittagszeit deine größte und vollwertigste Mahlzeit essen. Dein Körper ist jetzt in der Lage auch schwer verdauliche Nahrungsmittel zu verwerten. Dein Verdauungsfeuer ist jetzt am stärksten.

Verdauung der etwas anderen Art

In der Nacht sind wir auch in der Lage Dinge zu verwerten, zu transformieren. Wir "verdauen" unseren Tag. Wir verdauen unsere Emotionen, Gedanken und Erlebnisse. Um wirklich komplett zu entspannen und zu regenerieren ist es deswegen wichtig, dass du in der Zeit zwischen 22 und 2 Uhr gut und in Ruhe schlafen kannst. Viele Menschen gehen zu spät ins Bett und fühlen sich dadurch am nächsten Tag trotz ausschlafen noch müde. Wenn du gerade versuchst neue Dinge zu lernen und zu verarbeiten, kann es hilfreich sein, vor zehn Uhr schlafen zu gehen. Hast du schon mal gemerkt, dass du nach 22 Uhr noch mal Hunger bekommst? Genau das ist unser inneres Feuer, dass sich dann noch mal meldet. Eigentlich nicht zum erneuten Essen, sondern um emotional und unterbewusst Verarbeiten zu können.

Ich kenne diesen Zeitpunkt aus dem Nachtdienst nur zu gut. Man wird noch mal wach, der Körper fährt noch mal hoch und man kriegt erneut Hunger. Tatsächlich ist diese Zeit noch mal gut für eine erneute Nahrungsaufnahme für Arbeiter im Nachtdienst geeignet, sie sollte jedoch nicht so groß und besser leicht verdaulich sein, um den Körper nicht zu belasten.

Mehr Produktivität durch richtige Zeiteinteilung

Vielleicht kennst du diese nächtliche Aktivität auch? Immer wieder sagen mir meine Patienten, dass sie aber in der nächtlichen Pitta-Zeit noch mal so gut arbeiten können. Das stimmt auch, weil man eben noch mal aktiv wird, ohne dass Ablenkung in Sicht ist. Die Informationsverarbeitung ist allerdings nicht gut gewährleistet, wenn du deinen Schlaf dadurch in andere Zeiten verlegst. Die beste Zeit zum Planen ist die morgendliche Kapha-Zeit. In der Pitta-Zeit bist du dann sehr strukturiert und hast einen wachen, klaren Geist. Das hilft dir gut wichtige Dinge strukturiert abzuarbeiten. Die anschließende Vata-Zeit bringt dann mentale Bewegung und Kreativität, wodurch sich viele neue Ideen eröffnen können.

Dr. med. Alina Hübecker
The Medical Yogi

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