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Welche Öle du verwenden solltest und wie du sie anwendest

Ayurveda
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Posted by
Dr. med. Alina Hübecker
|
May 29, 2019
May 29, 2019

Öle werden schon seit ewigen Zeiten sowohl zur inneren als auch zur äußeren Anwendung benutzt. Sie können genau so als Dressing in deinem Salat verwendet werden, als auch für eine wohltuende Ölmassage. Öle können sogar im Ayurveda zur Verbesserung von Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder bei Prostataproblemen eingesetzt werden. Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen, die mit der Verwendung von speziellen Ölen behandelt werden können.

Die Bandbreite ist riesig

Und genau so wie Öle für eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt werden, so gibt es auch eine unglaubliche Menge an Ölen. Wenn wir im Supermarkt vor dem Regal stehen haben wir die Auswahl zwischen mehreren verschiedenen Sorten.

Da kann es ganz schön verwirrend sein, welches du für dich speziell anwenden solltest. Oft weiß man ja nicht einmal welches Öl (wie hoch) erhitzt werden darf - geschweige denn, ob es eben nicht nur als Nahrung, sondern auch äußerlich anwendbar ist.

Deshalb möchte ich dir hier einmal einen Mini-Leitfaden geben, welche Öle für deine Konstitution zur äußerlichen und welche zur innerlichen Anwendung geeignet sind.

Deine perfekten Vata-Öle

Vata-Naturen ist oft kalt. Sie haben meist kalte Hände und Füße und neigen zu trockener Haut. Außerdem wird ihnen die Eigenschaft "leicht" zugeordnet, deshalb brauchen sie oft schwere, erdende Öle, um Stress und Nervosität zu mindern und Ruhe zu fördern.

Bei Vata wird sowohl äußerlich als auch innerlich bevorzugt mit Sesamöl gearbeitet. Die enthaltene Linolsäure wirkt reizlindernd, sodass es auch bei sensibler Vata-Haut gut eingesetzt werden kann. Sesam ist auch gut zur Anwendung im Haar geeignet und soll zur Stärkung der Haare beitragen. Auch Olivenöl ist bei Vata sowohl zur inneren als auch zur äußeren Anwendung geeignet. Es fördert die Durchblutung der Haut und führt dadurch zu einem stärkerem Wärmeempfinden. Innerlich angewendet soll es vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken.

Abkühlung für's feurige Pitta

Pitta-Typen sollten bevorzugt milde, kühlende Öle verwenden. Zur äußeren Anwendung bietet sich hier vor allem Sonnenblumenöl an. Aufgrund des ungünstigen Verhältnisses von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren sollte aus Sicht der westlichen Medizin nicht zur Nahrungsaufnahme verwendet werden. Hierfür würde ich eher auf Kokosöl umsteigen. Kokosöl ist sowohl innerlich als auch äußerlich eine gute Alternative und kann dazu noch stark erhitzt werden.

Auf das oben genannte Sesamöl sollte Pitta verzichten. Es wirkt zu stark erhitzend. Grundsätzlich vertragen Pitta-Typen Öle besser als Kapha- und weniger gut als Vata-Typen. Deshalb solltest du genau auf deinen Körper hören und schauen wie gut du die Öle in welcher Menge verträgst.

Keine Öle für Kapha-Naturen?

Menschen mit einer starken Kapha-Konstitution bringen sowieso schon viel Schwere und Trägheit mit. Öle können diesen Zustand noch verstärken. Daher ist bei Kapha-Typen immer Vorsicht und Fingerspitzengefühl geboten. Die Menge macht's!

Vor allem Rapsöl ist super zur inneren und äußeren Anwendung. Auch Ghee kann in Maßen verwendet werden. Rapsöl hat ein vorteilhaftes Verhältnis von Omega-3- und -6-Fettsäuren und kann täglich verwendet werden. Auch chronische Herz- oder Gelenkserkrankungen sollen gelindert werden. Für Massagen oder äußere Kräuteranwendungen kann auch mal Sesam- oder Sonnenblumenöl verwendet werden. Sesam, weil Kapha auch oft mit Kühle zu tun hat und Sonnenblumenöl wegen der Leichtigkeit.

Eine gute Alternative kann aber auch eine Trockenmassage sein (Garshan). Mehr dazu findest du hier in meinem letzten Blogbeitrag.

Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren. Lass mir gerne einen Kommentar oder eine Nachricht hier oder bei Instagram @the_medical_yogi

Dr. med. Alina Hübecker
The Medical Yogi

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